Blog-Kategorien

Knabberluzi Luzernebriketts

Knabberluzi für Schweine ist eine gepresste Knabberstange aus Luzerne, mit der Schweine in Ihren Ställen spielen und daran herumknabbern können. Beim Einsatz in einer Wandhalterung (Knabberrohr) steht es den Schweinen als Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Die Knabberluzi passt in fast alle gängigen Knabberrohre diverser Hersteller ab einem Innendurchmesser von 69 mm. Knabberluzi kann vom Schwein verändert werden und dient somit seinem Erkundungsverhalten. Knabberluzi kann vom Schwein untersucht und bewegt werden. Knabberluzi kann vom Schwein gefressen werden und bietet eine diätische Wirkung im Darm. Knabberluzi entspricht den Anforderungen der Initiative Tierwohl. Knabberluzi ist außerdem noch QS zertifiziert und somit auch als Raufuttergabe einsetzbar. (Zertifikate finden Sie im Downloadbereich)

Beschäftigungsmaterialien für Schweine im Vergleich

Gesetzliche Bestimmungen zu den Anforderungen an Beschäftigungsmaterialien in der Schweinehaltung finden sich auf nationaler Ebene bspw. im Tierschutzgesetz und auf europäischer Ebene in Richtlinien und Empfehlungen zur Tierhaltung.

Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung schreibt in § 26 I 1 vor, dass jeder Halter von Schweinen sicherzustellen hat, dass jedes Schwein jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem und in ausreichender Menge vorhandenem Beschäftigungsmaterial haben muss, welches vom Schwein untersucht und bewegt werden kann, veränderbar ist und damit dem Erkundungsverhalten des Tieres dient.
Die EG-Richtlinie 120/2008 sieht vor, dass vor medizinischen Eingriffen und Einzelhaltung von aggressiven Tieren, die Unterbringungsbedingungen optimiert werden müssen und Maßnahmen zu ergreifen sind, die Verhaltensstörungen der Tiere vermeiden können.

Die EU-Empfehlung 2016/336 empfiehlt, dass Beschäftigungsmaterialien in der Schweinehaltung folgendermaßen beschaffen sein sollen:

1) essbar
2) kaubar
3) untersuchbar
4) beweg- und bearbeitbar
Kriterium Knabberluzi Naturfaserseil Schlauch an Kette Kette mit Weichholz Kette mit Hartholz Futterkette Kunststoffobjekte
(auf Stange verschiebbar)
Stroh
untersuchbar ja ja ja ja ja ja ja ja
bewegbar ja ja ja ja ja ja ja ja
veränderbar ja ja nein ja nein nein nein nein
kaubar ja ja nein ja nein ja nein ja
essbar ja nein nein nein nein ja nein ja
dem Erkundunsverhalten dienend ja ja ja ja ja ja ja ja
Nährwert ja nein nein nein nein ja nein nein
gesund ja nein nein nein nein ja nein ja
gesundheitsgefährdend nein nein ja ja ja nein ja nein

Luzerne für Schweine als gesundes Beschäftigungsmaterial

Luzerne kennt man auch unter den Namen Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee oder ewiger Klee. Durch ihre stickstoffbindende Eigenschaft ist die Luzerne eine beliebte Zwischensaat, denn sie verbessert die Bodengesundheit durch Bildung von Proteinen. Zudem wird Luzerne in der Landwirtschaft gern als Futtermittel eingesetzt; konventionell in der Milchviehhaltung. Aber auch von Schafen, Ziegen und Pferden wird die Luzerne gern gefressen.

Aber auch Schweinen schmeckt Luzerne, die sie als Allesfresser durchaus verstoffwechseln können. Da es vom Schwein als Futtermittel auch angenommen wird, kann Luzerne in der Schweinezucht somit auch sinnvoll als Raufutter und zusätzliche Kraftfuttergabe verwendet werden.
Luzerne Knabberluzi

Beschäftigung von Schweinen

Um zu wissen, wie man Schweine nützlich und artgerecht beschäftigt, muss man deren Biologie und Verhalten kennen und verstehen. Schweine sind Paarhufer und die domestizierte Form des Wildschweins. Das heißt also, dass sie vom Menschen über Generationen hinweg von der Wildform genetisch isoliert wurden. Dennoch ähneln sie in ihrem Verhalten noch stark ihren wilden Artgenossen. Sie sind Allesfresser und fressen demgemäß sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.
Sie leben normalerweise in stabilen Gruppen mit einem Anführer, wobei es sich bei diesem in der Regel um die größte und älteste Sau handelt. Rangkämpfe innerhalb einer Gruppe werden verhaltensbiologisch als völlig normal bewertet. Allerdings kommt es in der Nutztierhaltung immer wieder zu schweren Kämpfen unter den Tieren, die häufig durch Platzmangel und Langeweile verursacht werden.

Studie bestätigt: Raufuttergabe steigert das Wohlbefinden von Mastschweinen

Eine Schweizer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), der ETH und Agroscope hat über einen Zeitraum von drei Jahren untersucht, ob sich bei Raufuttergabe an Mastschweine die Tiergesundheit und das Tierwohl verbessert. Klares Ergebnis der Studie war, dass sich die Gabe von Raufutter positiv auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Schweine ausgewirkt hat.
Denn üblicherweise besteht in der Schweinemast durch den feinen Mahlungsgrad des Futters und strohlose Haltung ein hohes Risiko an Magenveränderungen bei den Schweinen, was aber auch darin begründet ist, dass die Tiere ihrem arttypischen Futtersuch- und Futteraufnahmeverhalten nur unzureichend nachgehen und somit Verhaltensstörungen und Stress der Tiere begünstigt. Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (www.fibl.org)